Neutronenaktivierungsanalyse – NAA

Elementanalytik mit der Neutronenaktivierungsanalyse (NAA)

Die Neutronenaktivierungsanalyse (NAA) ist ein Multielementverfahren, mit dem sich die Mehrzahl der Elemente des Periodensystems im Ultraspurenbereich analysieren lassen. Die Nachweisgrenzen reichen je nach Element und Matrix bis auf 10-13 g/g herab.

 

Diese enorme Leistungsfähigkeit allein ist aber nicht der alleinige Vorteil der NAA. Vielmehr gewinnt das Verfahren durch mehrere Eigenschaften, die es für die Analyse komplexer Stoffe prädestinieren:

Ammonit

Die wesentlichen Vorteile der NAA sind

  • keine chemische Vorbehandlung notwendig
  • bedingt zerstörungsfreie Analyse
  • keine Matrixeffekte chemischer Verbindungen
  • Absicherung der Ergebnisse durch
    • charakteristische Emissionslinien
    • spezifische Halbwertszeiten
    • simultane Analyse zweier Isotope
Glänzene Zahnräder aus Metall
Keim wächst aus Mineraldüngerkörnern

Anwendungsbeispiele

  • Echtheit von Kunstgegenständen und Artefakten durch Fingerprint-Vergleich
  • Erkennen von Verunreinigungen in Reinstchemikalien
  • Analyse schwieriger Umweltproben (Flugstaub, Asche und geologischem Material)
  • Zusammensetzung von Legierungen, Keramiken und Gläsern
  • Charakterisierung von Standards für analytische Zwecke
  • Elemente in Biomasse und Lebensmitteln
  • Spurenelemente in Düngemitteln, Erzen, Mineralen und Salzen
Farbpigmente in Porzellanschälchen

Für die Qualität der Untersuchungen ist die Art der Anregung von entscheidender Bedeutung. Die zur Verfügung stehende Neutronenflussrate in Höhe von 1014/cm2 wird in einem Kernreaktor erzeugt und lässt analytisch keine Wünsche offen.